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Können Eigentümer bald zum Verkauf von leerstehenden Immobilien gezwungen werden?

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt fordert, dass Immobilien, die seit mindestens drei Jahren leer stehen, zum Verkauf angeboten werden müssen.

Grundsatz statt Enteignung

Spekulation und brachliegendes Bauland können wir uns bei der derzeitigen Wohnungsnot und dem deutschlandweiten Wohnungsmangel nicht leisten. Demnach ist der Plan der Industriegewerkschaft, Eigentümer in die Pflicht zu stellen, ihr ungenutztes Eigentum zu verkaufen. Sobald eine Immobilie mindestens drei Jahre leer steht, sollen die Besitzer gezwungen werden, sie zum Verkauf anzubieten. Somit sollen Städte und Kommunen das Recht erhalten, die Immobilie zu erwerben. Der Preis soll dabei nicht etwa vom Eigentümer selbst festgelegt werden, sondern von einem unabhängigen Gutachter bestimmt werden. Für den Fall, dass Besitzer den Verkauf verweigern sollten, will man mit einem zwangsweisen Verkauf zum Verkehrswert durchgreifen. Dabei weist die Industriegewerkschaft jedoch den Vorwurf der Enteignung von sich und betont, dass es sich bei der Maßnahme um eine Handlung im Sinne des Grundsatzes „Eigentum verpflichtet“ handle.

Es bleibt abzuwarten, inwieweit die Forderungen der Industriegewerkschaft angenommen und umgesetzt werden.

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Immobilienpreise

Immobilienpreise werden vorerst nicht zurück gehen

Die Immobilienpreise könnten sich 2020 trotz anhaltendem Immobilienboom beruhigen. Zwar sind sinkende Preise auf dem Markt auch in diesem Jahr unwahrscheinlich, aber das Preisniveau solle sich nun schwächer entwickeln, laut dem Baukreditvermittler Interhyp.

Schmerzgrenze der Verbraucher entscheidet über maximales Preisniveau

Der Immobilienmarkt soll sich zunehmend entspannen und beruhigen. Das Wachstum lasse schon seit dem dritten Quartal 2019 nach.

Zwar könne man jene Prognose nicht für jede deutsche Stadt pauschalisieren, dennoch gilt, dass irgendwann Preisniveaus erreicht sind, bei denen die Menschen Vorsicht walten lassen.

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Renovieren

Instandsetzung oder Modernisierung ?

Niedrige Eigentumsquote und uninformierte Mieter

Deutschland ist nach der Schweiz mit 53 Prozent in Europa das Land mit der geringsten Wohneigentumsquote und weit abgeschlagen von Ländern wie Schweden, Belgien oder gar Frankreich. Dadurch ist der Anteil der Mieter verhältnismäßig hoch und die Suche  nach einer bezahlbaren Wohnung immer schwerer, wodurch die Macht der Vermieter ebenso wächst.

Instandhaltung oder Modernisierung

In vielen Fällen ist der Unterschied zwischen Instandhaltung und Modernisierung nur gering. So hat man im Falle undicht gewordener Fenster als Vermieter zwei Möglichkeiten hat. Zum einen kann man die undichte Stelle mit einer Gummidichtung neu versigeln, was dann eine Instandhaltungsmaßnahme wäre, aber zum anderen kann der Hauseigentümer neue funktionsfähige Fenster einsetzen, was man dann als Modernisierung verstehen würde. Dem Hauswirt ist dabei nicht vorgeschrieben, welche Maßnahmen er zu ergreifen hat, denn festgelegt ist lediglich, dass ein Vermieter den Zustand der Wohnung erhalten muss.

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